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Unser aktueller Montefredo

komPASS – Kompetenzfeststellung für geflüchtete Schülerinnen und Schüler

Zahlreiche junge Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern leben in Salzgitter und besuchen die BBS Fredenberg, viele Betriebe, gerade im Handwerk, suchen händeringend geeigneten Nachwuchs. Auch in anderen Branchen, wie der Pflege oder in Kindertageseinrichtungen, werden Fachkräfte dringend benötigt.

An dieser Schnittstelle zwischen zugewanderten jungen Menschen und schulischen und betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten setzt die BBS Fredenberg ganz neu an: Ab dem 12. Dezember absolvierten 12 Schülerinnen und Schüler der SPRINT-Klasse (Sprach- und Integrationsprojekt für junge Flüchtlinge) einen 3-tägigen Komeptenzcheck, mit deren Hilfe sie ihre schulische und berufliche Perspektive zielgenauer planen und mögliche Hürden umgehen oder auch mögliche Frustrationen vermeiden können. „Neben der Planung, was das Ziel jedes Einzelnen sein kann, geht es auch darum, dass sich alle klarmachen, dass es auch Hürden auf dem Weg geben wird. Allein schon der teilweise lange Weg über Schulabschluss und anschließender Berufsausbildung erscheint vielen möglicherweise sehr lang, “ so Schullaufbahnberaterin Sabine Matthies. Sie hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen Claudia Torbecke, Andrea Warwas und Lars Brinkmann die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler ermittelt und ihnen zum Abschluss das „komPASS-Logbuch“ überreicht. Dieses Logbuch soll die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren weiterhin begleiten und sie damit unterstützen, ihren schulischen und beruflichen Weg zu gehen.

Unterstützung bei einer fundierten Schul- und Berufswahl ist in Salzgitter nicht neu: Neben der Bildungsmesse, Programmen wie „Bona“ oder den Angeboten der Bundesagentur für Arbeit, gibt es viele Anlaufstellen, die unterstützungsuchenden Jugendlichen weiterhelfen. Neu am „komPASS“ ist jedoch, dass dies ein Programm ist, welches sich ausdrücklich an Jugendliche wendet, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. „Diese Schülerinnen und Schüler sollen nicht länger durch das Raster fallen“, so Schullaufbahnberaterin Matthies.

Damit der Start hierfür gelingt, haben sich Sabine Matthies und ihre Kolleginnen und Kollegen zusammen mit anderen Lehrkräften benachbarter Schulen in das Programm einweisen lassen und sind jetzt fit im Umgang mit Testverfahren wie „Leonardo`s Bridge“, dem „SOMA-Würfel“ oder auch praktischen Arbeitserprobungen in Service oder Pflege.

Das Programm wurde von der Werk-statt-Schule e.V. entwickelt und wird mit Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bundesinitiative „Bildungsketten“ in den Niedersächsischen Berufsbildenden Schulen umgesetzt.

1643 Kilometer fern ab der Normalität

-Erasmus Pilotprojekt Barcelona 2016-

Wir haben uns getraut! Am 25.4. 2016 hieß es: Barcelona wir kommen! Als erste Schülergruppe der Fachschule Sozialpädagogik fuhren wir mit Unterstützung von Erasmusgeldern in einen spanischen Kindergarten. Für uns sieben Schülerinnen und einen Schüler war die Zeit gekommen, um sich erstmals für längere Zeit von der Familie und den Freunden zu verabschieden und sich auf eine unerwartete Reise zu begeben. Für insgesamt acht Wochen arbeiteten und lebten wir in einer neuen Stadt mit ungewohnten Sitten und für uns ungewöhnlichen Strukturen. Wir haben in einer Wohnung im Stadtteil „Sants“ gewohnt und teilten uns zu zweit oder dritt ein Zimmer. Nur unserem „Hahn im Korb“ überließen wir ein Einzelzimmer. Das Spanien nicht gleich Deutschland ist wurde uns zum erstem Mal bewusst, als wir die Wohnung sahen: die Ausstattung war sehr spartanisch. Sauberkeitsvorstellungen in Spanien sind andere als hier. Wir haben uns die Wohnung aber  gemütlich gemacht und hatten uns schnell an die anderen Umstände gewöhnt. Am Tag nach unserer Ankunft fuhren wir in den Kindergarten. Wir haben uns sehr auf die Einrichtung gefreut und waren gespannt, in welche Gruppen wir kommen und wie die Kinder uns begegnen werden. Vor Ort haben wir festgestellt, dass in den Gruppen sehr unterschiedlich gearbeitet wurde. Ebenso wurde die Montessori-Pädagogik -  anders als angekündigt - kaum umgesetzt. Da die Einrichtung international ausgerichtet ist, waren wir in englischen, spanischen und auch in deutschen Gruppen eingesetzt. Umgangssprache war aber Englisch – auch mit unseren Anleitern. Die Gruppen bestanden aus ca. 10-20 Kindern, die in der Regel alle im gleichen Alter waren. In der Regel arbeitete in jeder Gruppe ein Erzieher (Educator), sowie mehrere Freiwillige (Praktikanten, Studenten, Schüler). Dadurch war unsere Anleitung teilweise erschwert.  Obwohl unsere Erwartungen nicht in allen Bereichen erfüllt wurden und die Zeit hier sehr anstrengend war gab es auch Vieles, was wir hier neu lernen konnten. So wurde unser Durchhaltevermögen gestärkt und die Sprachkenntnisse in Spanisch und Englisch haben sich verbessert. Durch die Konfrontation mit verschiedenen Kulturen haben wir eine höhere Empathie gegenüber anderen Menschen entwickelt und können andere Denkweisen besser nachvollziehen. Wir haben gelernt, flexibel in unserer Arbeit und den Vorhaben sein. Durch die vielen unterschiedlichen Personen, Kulturen und Denkweisen mussten wir uns auf immer neue Situationen einstellen und neue Lösungswege finden. Dies hat unsere Selbstständigkeit stark gefördert.

Während der Woche hatten wir durch die lange Hin- und Rückfahrt zur Arbeit sehr wenig Freizeit. Die Wochenenden hingegen waren immer sehr schön und wir haben die Zeit genutzt, um uns berühmte Sehenswürdigkeiten anzusehen oder am Strand zu entspannen. Barcelona ist eine sehr interessante Stadt und es gibt viel zu sehen. Es war gut, dass wir nicht alleine in Barcelona waren, denn so konnten wir uns in schwierigen Situationen unterstützen und helfen. Wir sind alle froh diese Erfahrung gemacht zu haben und möchten diese Zeit nicht missen. Es ist eine unglaublich tolle Gelegenheit die genutzt werden sollte, wenn es nochmal heißt: „Wer möchte nach Barcelona?“

Hiermit wollen wir auch nochmal Frau Jenssen und Herr Ziola für die Vorbereitung und diese einzigartige Chance bedanken. Unser größter Dank jedoch geht an Frau Nowak, die uns während unseres Aufenthaltes bestmöglich fachlich und persönlich unterstützt hat. Wir danken Ihnen für Ihr immer offenes Ohr, Ihren Aufwand und Ihre Zeit!

Zitate der Schüler(innen)

„Ich bereue es nicht diese Erfahrung gemacht zu haben und würde in meine Kiga-Gruppe zurückkehren. Ich war definitiv nicht das letzte Mal in Barcelona!“

„Ich habe die Herausforderung geschafft und das stärkt mein Selbstbewusstsein“

„Ich bin froh, dass ich es gemacht habe und Einblicke in die spanische Erziehung erhalten habe. Ich bin stolz auf mich es durchgehalten zu haben und würde diese Chance wieder nutzen. Dann allerdings in einer anderen Einrichtung“

„Ich weiß jetzt, was mir bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern wichtig ist und habe gelernt, mit schwierigen Situationen klarzukommen. Ich weiß die deutschen Standards jetzt mehr zu schätzen.“

„Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, die mir in der Zukunft evtl. behilflich sein können. Ich habe neue Erziehungsmethoden kennengelernt.“

„Es hat mir Spaß gemacht, da ich ein Teil des Teams war und mich selbst einbringen konnte. Ich habe mich weiterentwickelt und habe viel Neues gelernt.“

„Die Zeit in Barcelona war aufregend, schwierig und sehr schön. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Ich würde diese Chance auf jeden Fall wieder nutzen, würde aber nicht in meine alte Gruppe zurückkehren wollen.“

„Ich bin dankbar für die tollen Erfahrungen und Eindrücke, welche ich durch den Auslandsaufenthalt sammeln durfte. Jederzeit würde ich eine Gelegenheit wie diese erneut nutzen.“

Für Fragen sind wir immer offen und freuen uns, wenn und interessierte Schüler ansprechen.

Viktoria Pak,  Nicole Domes, Vanessa Falcon, Hannes Krebs, Inga Dodenhoff, Svea Lente, Cheyenne Siegert (Alle FSP 15) und Svenja Brueske ( BFS 15.1)

Verkehrssicherheitswoche

Auch in diesem Jahr fand nach den Herbstferien die Verkehrssicherheitswoche statt. Ausgerichtet auf junge Auto- und MotorradfahrerInnen, gab es zahlreiche Angebote, Erfahrungen zu sammeln, die in der Regel nicht in der Fahrschule vermittelt werden können. Neben der Simulation eines Auffahrunfalls mit Hilfe des Gurtschlittens, konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Überschlagssimulator „auf den Kopf“ stellen lassen und lernen, wie man auch nach einem Überschlag möglichst schnell das Auto verlassen kann. Auf besonderen Wunsch hin wurde diese Übung auch verschärft durchgeführt: Eine Person nahm zusätzlich auf dem Rücksitz Platz.

Aber auch über Geschwindigkeitsmessung der Polizei und die Simulation von Brems- und Reaktionszeit konnten sich die Schülerinnen und Schüler informieren.

Ein wichtiger Punkt gerade für die Zielgruppe der FahranfängerInnen war jedoch auch die Sensibilisierung für Gefahren durch Alkohol am Steuer oder Drogen.

Ankündigung

Aktionswoche „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die BBS Fredenberg trägt u.a. den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In diesem Schuljahr findet die Aktionswoche hierzu unter dem Motto „Demokratie durch Vielfalt“ vom 23.01. -27.01.2017 statt.

Programm

Montag

  • 9.30 Uhr Aula: Auftaktveranstaltung
  • 11.30 Uhr, Pausenhalle Turm 2: Ausstellungseröffnung („Religionen an der BBS Fredenberg“ und „Der z/weite Blick)
  • 13 Uhr: Fortbildung der Lehrkräfte

Dienstag

  • Workshops von und für Schülerinnen und Schüler zum kulturellen Hintergrund
  • Workshop mit Musiker Martin Rietsch (2schneidig)

Mittwoch

  • Workshop „Vorurteile, Ungleichwertigkeit unter dem Motto Demokratiestärkung, Ayda Candan, Landesdemokratiezentrum
  • Ringvorlesung „Sozial und kulturell geprägte Erziehungsstile“
  • Workshops von und für Schülerinnen und Schüler zum kulturellen Hintergrund

Donnerstag

  • Workshops „Culture on the road“
  • Fussballturnier

Freitag

  • Workshop “Was macht (rechts-)extreme Ideologien für junge Menschen so interessant?”, Frank Koch, Landespräventionsrat

Ab 03.2.17 findet in Kooperation des Staatstheaters Braunschweig das Theaterprojekt „Nadia“ in mehreren Klassen der BBS Fredenberg statt. In diesem internationalen Projekt wird nicht nur selbst Theater gespielt, sondern die Schülerinnen und Schüler sind aktiv eingebunden und entwickeln das Stück selbst mit. Begleitet wird dies von einer Theaterpädagogin des Staatstheaters Braunschweig.

Listen für die Workshops und Veranstaltungen in der Aula liegen nach den Weihnachtsferien im Sekretariat aus.

 

Thermobecher in der Cafeteria

Nach den Weihnachtsferien können in der Cafeteria Thermobecher mit Schullogo für 5 Euro pro Stück erworben werden. Damit beteiligt sich auch hiermit die Cafeteria aktiv an der Reduzierung des Müllaufkommens. Selbstverständlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit, einen Mehrwegbecher auszuleihen, eigene Thermobecher mit Tee oder Kaffee zu befüllen oder sich auch eine Thermoskanne für mehrere Personen oder einen ganzen Schultag befüllen zu lassen.

 
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